header-vfs-veranstaltungen
4. November 2017

Kommender Jour Fixe bei der KPMG Hannover

Auf Einladung der KPMG AG lädt der VFS Hannover alle Steuerrechtsinteressierten zum kommenden Jour Fixe ein.

28.11.2017
19 Uhr
KPMG AG
Prinzenstraße 23, 30159 Hannover.

Zunächst werden wir vom Leiter der Steuerabteilung KPMG Hannover und Vorstandsmitglied des VFS Hannover, Herrn StB/WP, Partner, Serjoscha Keck begrüßt und durch die neuen Büroräumlichkeiten der KPMG Hannover geführt.
Danach wird VRiBFH a.D. Prof. Dr. Dietmar Gosch, RA/StB, Of Counsel KPMG AG einen Vortrag mit dem Thema „Die drei Gewalten im Steuerrecht – Spielräume und Grenzen zwischen Verfassung, Unionsrecht und Abkommensrecht“ halten.
Im Anschluss findet ein kleiner Empfang mit Gelegenheit zum Austausch statt.

Der VFS bittet um eine Anmeldung an jourfixe@vfs-hannover.de

Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

29. Oktober 2016

Jour Fixe des VFS bei Brandi Rechtsanwälte

„Teilselbstanzeige reloaded“ – hinter diesen zwei Wörtern versteckte sich der steuerstrafrechtliche Fachvortrag, zu dem Herr RA/StB/FA für SteuerR und StrafR Rüdiger Hitz im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „jour fixe“ Veranstaltungsreihe des VFS Hannover e. V. am 27. Oktober 2016 in die heimischen Kanzleiräume von BRANDI Rechtsanwälte einlud. Ein Thema, das in den vergangenen Jahren wegen der Ankäufe von sog. Steuer-CDs und der Betroffenheit einiger deutscher Prominenter stets an Aktualität und Medienpräsenz gewann sowie für hitzige Debatten in der Politik und für schweißnasse Nächte bei einigen Steuerpflichtigen sorgte.

DSC02011

Doch bevor es ans „Eingemachte“ ging, gewährte uns Rüdiger Hitz einen Einblick in die Kanzleihistorie und stellte die anderen Köpfe des Steuer- und Wirtschaftsstrafrechts-Teams aus Hannover vor. So erfuhren wir, dass BRANDI Rechtsanwälte ihren Standort in der Adenauerallee erst seit März 2016 innehat und ein Schwerpunkt in der Beratung des Steuerstrafrechts nebst damit zusammenhängenden Steuerrecht ist.

Im Anschluss hieran folgte dann auch schon der von uns mit Vorfreude erwartete Vortrag.

Als Einleitung führte uns Rüdiger Hitz in die Geschichte der Selbstanzeige und in die Systematik des die Selbstanzeige regelnden § 371 der Abgabenordnung (AO) ein. Die Spotlights des geschichtlichen Rückblicks fielen sowohl auf den wegführenden Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 20. Mai 2010 als auch auf die mit dem Beschluss einhergehende Novellierung der §§ 371 ff. AO. Der Wortlaut des § 371 AO erlaubte bis zur Novellierung im Jahre 2011 auch die Auslegung dahingehend, dass bei einer Teilberichtigung der steuerrechtlichen Angaben eine teilweise Straffreiheit eintritt. Der BGH entschied im benannten Beschluss, dass Straffreiheit nicht eintritt, wenn der Steuerhinterzieher von mehreren verheimlichten Auslandskonten nur diejenigen preisgibt, deren Aufdeckung er befürchtet. Vielmehr muss der Steuerhinterzieher, um in den Genuss der Straffreiheit zu kommen, hinsichtlich aller Konten „reinen Tisch“ machen (sog. Vollständigkeitsgebot). Diese Rechtsprechung nahm der Gesetzgeber zum Anlass, das Gesetz entsprechend anzupassen und verankerte die höchstrichterlichen Grundsätze in der Abgabenordnung. Dies hatte insbesondere zur Folge, dass eine strafbefreiende Teilselbstanzeige nicht mehr möglich war.

DSC02026

Eine Ausnahme hiervon führte der Gesetzgeber ausschließlich für Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen wieder ein. Aufgrund der Vielzahl von Umsatzsteuer-Voranmeldungen in der Unternehmenspraxis wegen der Vielzahl von Geschäftsvorfällen innerhalb kürzester Zeitspannen kam es zu fehlerhaften Steueranmeldungen. Selbstverständlich können diese korrigiert werden. Eine solche Korrektur kann als wirksame Selbstanzeige gewertet werden. In solchen Fällen war eine Selbstanzeige bis Ende 2014 faktisch ausgeschlossen, da die Umsatzsteuer-Erklärungen der letzten zehn Jahre im vollen Umfang hätten berichtigt werden müssen. Dieses Problem erkannte der Gesetzgeber und hielt in § 371 Abs. 2a AO fest, dass die korrigierte Umsatzsteuer-Voranmeldung eine wirksame Teilselbstanzeige darstellt. Eine Korrektur sämtlicher Umsatzsteuer-Erklärungen der vergangenen zehn Jahre oder für auf die Korrektur nachfolgende Zeiträume ist nicht mehr erforderlich. § 371 Abs. 2a AO gilt nicht für Umsatzsteuer-Jahreserklärungen. Diese unterliegen weiterhin dem Vollständigkeitsgebot, sodass eine strafbefreiende Teilselbstanzeige nicht möglich ist.
Zu den Voraussetzungen einer strafbefreienden Selbstanzeige heißt es in § 371 Abs. 1 AO heute:

„Wer gegenüber der Finanzbehörde zu allen Steuerstraftaten einer Steuerart in vollem Umfang die unrichtigen Angaben berichtigt, die unvollständigen Angaben ergänzt oder die unterlassenen Angaben nachholt, wird wegen dieser Steuerstraftaten nicht nach § 370 bestraft. Die Angaben müssen zu allen unverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart, mindestens aber zu allen Steuerstraftaten einer Steuerart innerhalb der letzten zehn Kalenderjahre erfolgen.“

§ 371 Abs. 2 AO enthält eine enumerative Aufzählung von Ausnahmetatbeständen von der oben erwähnten Straffreiheit.

Erfüllt der Steuerpflichtige die Voraussetzungen einer wirksamen Selbstanzeige, so kommt er in den Genuss der Straffreiheit wegen der begangenen Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten. Die Selbstanzeige stellt zugleich ein Strafverfolgungshindernis dar, § 398a AO. Ferner hat der reuige Steuersünder ab einem Hinterziehungsvolumen je Tat in Höhe von 25.000,00 € einen Zuschlag in Höhe von 10 bis 20 Prozent der hinterzogenen Steuer zu zahlen.

DSC02013

Zum krönenden Abschluss mussten zwei prägende Bildnisse zweier bekannter Steuersünder für einen gelungenen Witz herhalten. Danach kamen die Veranstalter des Vortrags sowie die gespannt Zuhörenden – wie üblich – gemütlich zusammen und ließen den gelungenen Abend bei Getränken und Snacks entspannt ausklingen.

DSC02033

Verfasser des Beitrags: Bastian Orlowski

10. März 2016

Jour fixe am 25.02.2016 im ContiTech-Forum der Continental AG

In regelmäßigen Abständen findet ein „Jour fixe“ des VFS Hannover statt, zu dem alle Mitglieder sowie alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Termine sollen dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch von Ideen dienen und finden in lockerer Atmosphäre in den Räumlichkeiten der Mitgliedskanzleien- und unternehmen oder in einem der Hannoveraner Lokale statt. Abgerundet werden die Veranstaltungen durch kurze Vorträge zu aktuellen Fragen des Steuerrechts.

Zu Besuch bei ContiTech – einer Group Division der Continental AG

Am 25. Februar 2016 war es wieder so weit: der Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft in Hannover e.V. (VFS Hannover) setzte seine Jour Fixe Veranstaltungsreihe zu steuerrechtlichen Themen fort – dieses Mal zu Gast bei der ContiTech Division.

1

› weiterlesen

15. November 2015

Jour fixe am 22.10.2015 bei Gehrke Econ

Gastgeber des „Jour fixe“ am 22. Oktober 2015 war unsere Mitgliedskanzlei Gehrke Econ, die in ihre Räumlichkeiten im Torhaus am Aegidientorplatz eingeladen hatte.

Nachdem sie aus dem Vortragsraum den beeindruckenden Blick auf die Stadt genossen hatten, begrüßte der Vereinsvorsitzende Dr. Thomas Keß die etwa 30 Teilnehmer und berichtete von den zahlreichen Entwicklungen im Verein.

In einer kurzweiligen und auch für Steuerlaien verständlichen Art und Weise hielt Prof. Dr. Dietmar Notling seinen Vortrag zu einem ganz besonderen umsatzsteuerlichen Thema.

› weiterlesen

19. Juli 2015

Jour fixe vom 16.7.2015 bei Deloitte & Touche

Am 16. Juli 2015 fand der „Jour fixe“ des VFS Hannover in den neuen Räumlichkeiten unserer Förderkanzlei Deloitte & Touche am Aegidientorplatz in Hannover statt.

Vor über 30 Teilnehmer hielt der Leiter der Steuerabteilung von Deloitte & Touche RA/StB Dr. Achim Bollweg einen kurzen Vortrag zum Thema „Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen gemäß § 8 Nr. 1 GewStG – Kuriositäten aus der Praxis im Lichte juristischer Methodenlehre“, der zu interessanten Diskussionen über die einzelnen Hinzurechnungstatbestände führte.

Jour-fixe-Deloitte

Im Anschluss fand der feucht-fröhliche Empfang auf der Sonnenterrasse des neuen Gebäudes statt.