Crashkurse im Steuerrecht

Das Steuerrecht hat Verknüpfungspunkte zu fast allen Rechtsgebieten, da nahezu alle rechtlich bedeutsamen Vorgänge auch steuerliche Auswirkungen mit sich bringen. Insbesondere das Erbrecht und das Unternehmensrecht kann in der Praxis nicht ernsthaft ohne Berücksichtigung der steuerrechtlichen Effekte beraten werden. Vielfach lassen sich Steuerfolgen durch Gestaltungen vermeiden. Einem Rechtsanwalt ist es anzuraten, sich zumindest ein gewisses steuerrechtliches Problembewusstsein zu erarbeiten, damit er wirtschaftliche Nachteile für seine Mandanten und für sich möglichst solide umschifft. Trotz dieser Bedeutsamkeit des Steuerrechts stellte das Rechtsgebiet keinen Pflichtstoff im juristischen Studium dar und wird dort generell mehr als stiefmütterlich behandelt. Auch an der Leibniz Universität Hannover findet lediglich in jedem Sommersemester an 2 Semesterwochenstunden die Vorlesung „Grundzüge des Steuerrechts“ statt.  In dieser kann aber nur ein  erster Einblick in das Steuerrecht gewährt werden.

Der VFS Hannover möchte hier eine gewisse Abhilfe schaffen und hat vor, interessierten Studierenden im Rahmen von Crashkursen weitergehende steuerrechtliche Kenntnisse zu vermitteln. Die Crashkurse sollen unter Mitwirkung von Praktikern aus Beratung, Unternehmen, Verwaltung und Gerichten als (freiwillige) externe Seminarveranstaltung (außerhalb des Lehrplanes) abwechselnd im Winter- und im Sommersemester stattfinden.

Ein erster Crashkurs findet seit dem Sommersemester 2018 zum Unternehmenssteuerrecht statt und wird vom VFS Hannover zusammen mit dem Institut für Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück angeboten. Einzelheiten werden auf dieser Seite bekannt gegeben.

Studenten, die bereits jetzt Interesse an einem solchen Crashkurs bekunden möchten, wenden sich bitte an info@vfs-hannover.de.